Ehrung für Wagners Mutter
Johanne Rosine Pätz

Weißenfels, 13. 05. 2012

Wagnerstädte in Mitteldeutschland gibt es viele und sie müssen stärker profiliert hervortreten. Auch muss das Netz zwischen Ihnen enger gespannt werden. Erste Schritte sind getan, weitere müssen folgen. Es ist Aufgabe eines Wagner-Verbandes, für den Namenspatron in seiner Heimatstadt und –region zu wirken, um ihn hier nicht nur nicht vergessen zu lassen, sondern aktiv zu würdigen. Verantwortung übernehmen ist das Motto für Gegenwart und Zukunft. Jetzt wurde ein Gedenkstein für Wagners Mutter Johanne Rosine Pätz in Weißenfels gesetzt. Es wird sichtbar, dass es ein Leben Wagners vor Bayreuth in dieser Region Mitteldeutschland gab, die die höchste Dichte von Orten mit musikhistorischer Bedeutung in Deutschland generell aufweist. Deshalb machten sich rund 30 Leipziger Wagner-Freunde auf den Weg, die nahe liegende Stadt endlich auch näher kennen zu lernen. Eine Stadt- und Museumsführung ließ so manchen Aha-Effekt aufkommen, Staunen über kulturellen Reichtum und Vielfalt und die Erkenntnis: Warum in die Ferne schweifen…?!

In Weißenfels intonierten am 13. Mai 2012, 15.30 Uhr sehr regionalspezifisch die Weißenfelser Stadtmusikanten die mitteldeutschen Musikikonen Schütz, Händel und Wagner, um die musikhistorische Bedeutung dieser ehemaligen sächsischen Residenzstadt an der Saale zu untermalen. Ideengeber Thomas Krakow, Vorsitzender unseres Verbandes, war quasi, aus New York kommend, vom Flughafen nach Weißenfels geeilt, um gemeinsam mit Oberbürgermeister Robby Risch und Dr. Angelika Diesener, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit der Mitteldeutschen Braunkohlen AG, die den Findling aus dem Braunkohlen - Tagebau Proofen anliefern und sachgerecht bearbeiten ließ, den Gedenkstein zu enthüllen. Drei Partner gaben der Stadt Weißenfels im öffentlichen Raum ein Stück Stadtgeschichte  zurück und stifteten damit für die Region Identität. Angelika Diesener sprach den Satz des Tages: „Wenn es der Wirtschaft in der Region gut geht, geht es auch der Kultur gut.“ Sichtbar in der Innenstadt von Weißenfels hinter Rathaus und Marienkirche. Dank an die Leipziger Verbandsmitglieder, die ihr Interesse daran in der Stadt demonstrierten, die auch Geburtsort des Wagner-Biografen Martin Gregor-Dellin ist.

Besonderer Dank gilt aber jenen engagierten Weißenfelsern, die sich dafür einsetzten, dass von der Idee bis zur Umsetzung nur ein Jahr verging. Da sage noch einer, Verwaltungen arbeiten gesetzmäßig langsam. Dr. Ulrike Hoffmann, Büroleiterin des Oberbürgermeisters, Sven Hantscher, Leiter des Fachbereichs Kultur und Zentrale Dienste, Johannes Kreis, Leiter des Kulturausschusses im Stadtrat, Robert Brückner, Abteilungsleiter Kultur und natürlich Oberbürgermeister Robby Risch sorgten dafür, dass der Gedanke eine Erfolgsgeschichte wurde.