Vortrag von Professor Pfundt in der Stadtbibliothek: „Anfang und Ende“?

Bezüge zu Bach und Wagner in eigenen Kompositionen

Trotz widriger Schneeverhältnisse und drohender Grippegefahr war in dem Veranstaltungsraum „Huldreich Groß“ der Leipziger Stadtbibliothek am Mittwoch, dem 16. Januar um 19:30 Uhr kaum noch ein freier Platz zu finden. Dieser rege Besuch spricht natürlich für den Referenten Herrn Professor Reinhard Pfundt. Dieser war den Zuhörern kein Unbekannter, ist er doch langjähriges aktives Mitglied unseres Richard-Wagner-Verbandes. Er studierte von 1969 bis 1975 Komposition und Klavier an der Leipziger Hochschule für Musik und war danach Meisterschüler von Siegfried Matthus an der Berliner Akademie der Künste. Seit 1992 ist er Professor für Komposition und Tonsatz an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig. 

Herr Professor Pfundt stellte in seinem Vortrag die Gemeinsamkeiten der beiden großen Leipziger Komponisten Johann Sebastian Bach und Richard Wagner dar und hob ihre besondere Stellung in der Musikgeschichte hervor - als „Anfang und Ende“ der bis heute in den Konzertsälen und Opernhäusern dominierenden „klassischen“ Musik zwischen 1700 und 1900, wobei Wagner zugleich den Wendepunkt zur „Moderne“ markiert.
Seine Verehrung für Bach und Wagner demonstrierte und erläuterte der Leipziger Komponist auch an zwei eigenen Werken, die sich direkt auf seine Vorgänger beziehen und beide kompositorisch miteinander verbinden.
Herrn Professor Pfundt gelang es, das anspruchsvolle Thema den Zuhörern mit Musikbeispielen und Schaubildern interessant und verständlich darzustellen. Vielen eröffneten sich mit seinen Ausführungen auch neue Sichtweisen zur Struktur der modernen Musik.
Die Besucher bedankten sich bei Herrn Professor Pfundt für seinen Vortrag mit langem Applaus.