Spurensuche nach einem vergessenen Denkmal

Mit Gründung der DDR gerät der Richard-Wagner- Hain gewollt immer mehr in Vergessenheit. Der tragende Betonblock für die Hauptreliefs wird abgerissen, Bodenplatten finden ihren Weg in die Schrebergärten der Leipziger. Für die Sporthochschule werden Teile des Geländes überbaut, die Gartenanlage um 1960 verändert. Immer weniger Leipziger kennen den Namen des Areals oder wissen ihn zuzuordnen.
Um 1990 melden sich Bürger in den nun unzensierten Medien zu Wort und fordern, „die da oben mögen etwas für die Fertigstellung des Denkmals tun“. Doch noch 2003 rügt die Frankfurter Allgemeine Zeitung unter dem Titel „Wehrt euren großen Meistern“ den Stand der Wagner- Ehrung in Leipzig. Erst 2006 übernimmt der Richard- Wagner-Verband Leipzig Verantwortung auch für diese Thematik und beginnt eine zielorientierte Spurensuche. Durch ein Treffen mit der Witwe im Atelier des Bildhauers in Kiefersfelden vervollständigt sich das Bild. Große Teile des Denkmals werden in Südbayern, Bayreuth und bei Hamburg besichtigt. Nun ist bürgerschaftliches Engagement gefragt.