Geschäftsstelle:
Kickerlingsberg 6, 04105 Leipzig,
Telefon: 0341 3086 8933
Mo - Do: 10 bis 14 Uhr
gs@wagner-verband-leipzig.de
IBAN DE22 8605 5592 1180 1145 20
Unsere nächsten Termine
Fr 20.03.2026 – 19 Uhr
Wagner-Nietzsche-Villa, Karl-Heine-Str. 24 b, 04229 Leipzig
Richard Wagner und Russland
Buchvorstellung mit dem Autor Prof. Dr. Eckart Kröplin
Moderation: Ursula Oehme
Bayreuth-Stipendiatin Merit Nath-Göbl, Sopran, und Valerii Popov, Klavier, erfreuen mit Kompositionen von Richard Wagner
Eintritt: frei, um eine Spende wird gebeten
Auf Grund von geringfügiger Kapazität bitten wir um eine Voranmeldung in der Geschäftsstelle des Verbandes unter 0341/30868933 oder per Mail gs@wagner-verband-leipzig.de
„Ich bin hier der Löwe“, resümierte Richard Wagner den großen Publikumserfolg seiner Petersburger und Moskauer Konzerte 1863, seinen „russischen Feldzug“. Kritiker sahen in ihm einen „der größten Musiker der Welt“, was nicht nur seinem Ego geschmeichelt haben, sondern ihm auch nach dem Wiener Fiasko, einem Tiefpunkt seiner Karriere, wieder Auftrieb gegeben haben dürfte. Dabei fielen für ihn abschätzige Bemerkungen, „ein völlig talentloser Mensch“ zu sein, nicht ins Gewicht. Er plante sogar, sich dauerhaft in Russland niederzulassen. Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 dominierte Richard Wagner das russische Opernrepertoire und wurde sogar mehr gespielt als russische Werke.
Musikwissenschaftler Prof. Dr. Eckart Kröplin, der insgesamt sieben(!) Bücher über Richard Wagner verfasst hat, ließ es keine Ruhe, dass die Beziehung des Musikgenies zu Russland und umgekehrt in der Wagner-Forschung und im öffentlichen Bewusstsein bisher kaum eine Rolle spielte. Mit dem Band „Richard Wagner und Russland“ hat er nun diese Lücke geschlossen, indem er die ambivalente Beziehung in elf Kapiteln vom Frühjahr 1813 bis zur Gegenwart im Spannungsfeld der europäischen Kulturgeschichte veranschaulichte.
Mi 25.03.2026 – 15 Uhr statt 18 Uhr! (der Referent hat abends eine Probe, möchte aber den Vortrag nicht ausfallen lassen)
Alte Nikolaischule Leipzig, Wagner-Aula (2. Stock), Nikolaikirchhof 2, 04109 Leipzig
Oper im Varieté – die Zeit der Leipziger „Dreilindenoper“ (1944-1960)
Vortrag und Gespräch mit Hendrik Reichardt, Leipzig
Eintritt frei
Als einziges der alten Leipziger Theater überstand das „Varieté Drei Linden“ – die heutige Musikalische Komödie – die im Zweiten Weltkrieg erfolgten alliierten Bombardements auf Leipzig. Zwischen der Zerstörung des alten Leipziger Opernhauses (Neues Theater) am 4. Dezember 1943 und der Eröffnung des neuen Opernhauses am 8. Oktober 1960 musste das Ensemble der Leipziger Oper daher mit diesem Varietétheater im Westen Leipzigs vorliebnehmen. Nach 1945 unter sowjetischer Administration wiedereröffnet, wurde die Spielstätte offiziell „Dreilindenoper“, dann schlicht Opernhaus genannt. Der Vortrag bietet einen Überblick zu einem ganz besonderen Kapitel Leipziger Theatergeschichte, in dem der Ausnahmezustand die Regel war, aber in der Theater für die Leipziger Bevölkerung eine Relevanz hatte, die bis heute staunen lässt.
Hendrik Reichardt ist Musiker im Orchester der Musikalischen Komödie, im
Vorstand der Freunde und Förderer dieses Theaters und Mitglied des Richard-Wagner-Verbandes Leipzig
… mehr Termine weiter unten!
Berichte / Beiträge
-
Internationaler Wettbewerb um Bayreuth-Stipendium und Richard-Wagner-Nachwuchspreis Leipzig 2026
Außerordentlich hoch war das Niveau der aus 92 Bewerbungen zum Wettbewerb eingeladenen 18 Kandidatinnen und Kandidaten, sodass alle hochverdient und mit großem Dank für ihr Engagement hier abgebildet werden. Nach einem schwierigen Findungsprozess am 12. Januar 2026 im Konzertfoyer der Oper Leipzig hat die Jury aus Prof. Christiane Libor (Vorsitzende), Prof. Rolf-Dieter Arens, Carolin Masur,…
-
Leipziger Weihnachtsmarkt 2025 – Der Richard-Wagner-Verband Leipzig war wieder dabei
Auch in diesem Jahre konnte dank der Vergabe des Marktamtes der Stadt Leipzig der Richard-Wagner-Verband Leipzig an einem Stand für gemeinnützige Vereine auf dem Weihnachtsmarkt Glühwein für einen guten Zweck ausschenken. Bei unserem Verband kommen alle Einnahmen dem musikalischen Nachwuchs zugute. Der Verband wird 2026 sechs (!) Stipendiaten zu den Bayreuther Festspielen entsenden. Tausend Dank…
-
Erinnerungen an Richard Wagner im Musikleben von Leipzig
Am 17. Dezember 2025 trafen sich Mitglieder des Richard-Wagner-Verbandes in der Alten Nikolaischule zum Vortrag von Werner P. Seiferth. Der Referent hat nicht nur 2012 ein Buch mit dem Titel „Richard Wagner in der DDR – Versuch einer Bilanz“ in den von unserem Verband herausgegebenen „Leipziger Beiträgen zur Wagner Forschung“ veröffentlicht, sondern ist auch durch…
-
Richard-Wagner-Verband Leipzig bereitet den VII. Internationalen Wettbewerb 2026 vor
Bayreuth Stipendien von 3 auf 6 verdoppelt, Preisgeld erhöht Wettbewerb am 12.1.2026, Preisträgerkonzert am 13.1.2026 in der Oper Leipzig Wieder in Kooperation mit der Oper Leipzig bereitet der Richard-Wagner-Verband Leipzig seinen jährlichen Nachwuchswettbewerb vor. 20 herausragende junge Künstlerinnen und Künstler aus ganz Europa sind eingeladen, in Richard Wagners Geburtsstadt ihre künstlerische Persönlichkeit zu entfalten und…
-
Wagner und der Instrumentenbau
Der Richard-Wagner-Verband hatte am 26. November 2025 zu einem Gespräch zwischen PD Dr. Birgit Heise, unserem langjährigen Verbands- und ehemaligem Vorstandsmitglied, und der Leipziger Geigenbaumeisterin Anna Karoline Meinel zum Thema „Wagner und der Instrumentenbau“ in die Stadtbibliothek eingeladen. Im Einzelnen ging es um den unkonventionellen und kreativen Umgang Wagners mit den Instrumenten seiner Zeit, um…
Weitere Termine:
Sa 28.03.2026 – 11 Uhr
Stadtbibliothek Leipzig, Veranstaltungsraum »Huldreich Groß«, 4. OG,
Wilhelm-Leuschner-Platz 10, 04103 Leipzig
Jahreshaupt- und Mitgliederversammlung
Nicht öffentlich, nur für Mitglieder
So 29.03.2026 – 10 Uhr
Oper Leipzig, Augustusplatz 12, 04109 Leipzig
„Richard, was geht?“
Junge Oper Leipzig, Education mit Hausführung
Eintritt: 5 €
Anmeldungen bitte über die Geschäftsstelle des Verbandes unter 0341/30868933 oder per Mail gs@wagner-verband-leipzig.de
Mo 30.03.2026 – 19 Uhr
Edvard Grieg-Begegnungsstätte, Talstraße 10, 04103 Leipzig
Stammtisch Richard Wagner
Bitte melden Sie sich in der Geschäftsstelle an
Mi 15.04.2026 – 18 Uhr
Alte Nikolaischule Leipzig, Wagner-Aula (2. Stock), Nikolaikirchhof 2, 04109 Leipzig
„Noth, Aerger und Verdruss aller Art“
Richard Wagner und das Leipziger Theater
Vortrag und Gespräch mit Ursula Oehme, Machern
Eintritt frei
Leipzig sollte ihm einmal seinen Ruf begründen, schrieb Richard Wagner am 14. März 1833 selbstbewusst seinem Freund Theodor Apel nach Heidelberg. Doch die Hoffnung des knapp Zwanzigjährigen, mit seiner ersten vollendeten Oper „Die Feen“ in seiner Vaterstadt groß herauszukommen, scheiterten ein Jahr später und ließen ihn die Stadt enttäuscht verlassen. Obwohl frühe Instrumentalkompositionen von Publikum und Kritik freundlich aufgenommen wurden, ist keine seiner Opern in Leipzig uraufgeführt worden. Im Gegenteil, deren über Jahre andauernde Ablehnung am hiesigen Alten Theater (Im Zweiten Weltkrieg zerstört) bereitete Richard Wagner „Noth, Aerger und Verdruss aller Art“. Trotzdem ging der musikalische Revolutionär unbeirrt seinen Weg. Merkwürdigerweise wurden die Opern des „Hochverräters“, der sich ungeachtet seiner Stellung als Hofkapellmeister am Dresdner Maiaufstand 1848/49 beteiligt hatte und nach dessen Scheitern in die Schweiz geflohen war, plötzlich in Leipzig nachgefragt. 1853 wurde „Tannhäuser“, 1854 „Lohengrin“ erstmals in Leipzig gespielt. „Allergewissenloseste Auslassungen und Striche“, unzureichende künstlerische Leistungen und entstellende Aufführungen ließen Richard Wagners generellen Zorn auf „die Lumpen von Theaterdirektoren und Capellmeistern“ in der brieflichen Bitte an seinen Exfreund Heinrich Laube, inzwischen Direktor am 1868 fertiggestellten Neuen Theater am Augustusplatz (im Zweiten Weltkrieg zerstört, Nachfolgebau Oper Leipzig), gipfeln, seine Opern „auf demselben ganz und gar nicht mehr zu geben“. Erst die bravouröse Aufführung der Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“ durch Angelo Neumann 1878, die erste nach der Uraufführung in Bayreuth, führte zur Versöhnung Richard Wagners mit dem Theater seiner Vaterstadt Leipzig.
Ursula Oehme ist Vorstandsmitglied im Richard-Wagner-Verband Leipzig und Mitglied im Förderkreis der Oper Leipzig. Die Kulturwissenschaftlerin forscht und publiziert zu Richard Wagner, seiner Familie und seinem Umfeld.
Mo 27.04.2026 – 19 Uhr
Edvard Grieg-Begegnungsstätte, Talstraße 10, 04103 Leipzig
Stammtisch Richard Wagner
Bitte melden Sie sich in der Geschäftsstelle an
Mo 01.06.2026 – 19 Uhr
Edvard Grieg-Begegnungsstätte, Talstraße 10, 04103 Leipzig
Stammtisch Richard Wagner
Bitte melden Sie sich in der Geschäftsstelle an






