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Richard Wagner und das Leipziger Theater
Am 15. April 2026 fand die Veranstaltung „Noth, Aerger und Verdruss aller Art“ – Richard Wagner und das Leipziger Theater“ des Richard-Wagner-Verbandes in der Alten Nikolaischule statt. Es referierte Ursula Oehme, den Wagner-Freunden bestens bekannt durch ihre Vorträge und die Redaktion des „Wagner-Journals“. Ihre detailreichen Ausführungen waren nicht nur mit vielen Tonbeispielen klanglich angereichert, sondern sie erwies sich erneut als profunde Kennerin von Wagners Leben und Werk. Deutlich wurde, dass Wagner in Bezug auf Leipzig eine Art „Hassliebe“ entwickelte, denn er wollte in seiner Geburtsstadt Akzente setzen, Anerkennung finden – was ihm aber über Jahrzehnte nicht gelang. Keine seiner Opern wurde hier uraufgeführt. Zwar spielte man 1853 „Tannhäuser“ und 1854 „Lohengrin“ erstmals in Leipzig, aber Wagner war unzufrieden mit den Aufführungen, ja zornig, was die Inszenierungen betraf. Er sprach von entstellenden Darbietungen durch „allergewissenloseste Auslassungen“. Das ganze mündete in der Bitte, seine Werke hier nicht mehr zu spielen. Erst 1878 versöhnte sich der Meister mit Leipzig, denn die bravouröse Vorstellung des „Rings“ durch Angelo Neumann setzte endlich einen Schlusspunkt unter den „Rosenkrieg“ zwischen Wagner und Leipzig.
Susanne Claus
Fotografien: Klaus-Michel Weinmann













