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Das Nachtkonzert in der Nikolaikirche
Den großen Reigen an Veranstaltungen zu Richard Wagners 213. Geburtstag schloss ein denkwürdiges Nachtkonzert um 22 Uhr (!) in der Nikolaikirche ab. Es wurde zu einem großen serenen Erlebnis, wie eine Suche nach dem Heiligen Gral, Zeit für das Ringen um Erlösung – ganz im Wagnerschen Sinne. Konzertpianist Rolf-Dieter Arens, Universitätsmusikdirektor David Timm und Nikolaikantor Markus Kaufmann ließen ausgewählte Klanggemälde aus dem „Parsifal“ entstehen. Im Wechselspiel zwischen der Ladegast-Eule-Orgel mit ihren 106 Klangfarben und dem Flügel im Kirchenraum entlud sich Wagners Symbolik in Feierlichkeit und Karfreitagszauber.
Nachdem zunächst das „Excelsior“ von Franz Liszt erklungen war, folgte eine Transkription für Klavier von Fanz Liszt „Feierlicher Marsch zum Heiligen Gral“, am Klavier Rolf-Dieter Arens. David Timm trug zwei interessante Improvisationen vor, davon eine auf der Orgel. Ebenfalls auf der Orgel spielte Markus Kaufmann eine Transkription von Edwin Lemare, das Vorspiel zum 3. Aufzug aus „Parsifal“. Danach erklang der Karfreitagszauber.
Rolf-Dieter Arens spielte sodann die Erlösung aus „Parsifal“, eine Transkription für Klavier von Clemens Schultze-Biesantz. Es war eine solche Stimmung in der Kirche, dass man erst ganz am Schluss, als sich die Musiker vorstellten, zu applaudieren wagte. Das wird man so schnell nicht vergessen! Ich denke, dass ein solches Konzert-Nachtformat auch an anderen Orten sehr viel Interesse wecken könnte.
Text und Fotografien: Dr. Klaus Billand






