Unsere nächsten Termine

Mi 15.04.2026 – 18 Uhr
Alte Nikolaischule Leipzig, Wagner-Aula (2. Stock), Nikolaikirchhof 2, 04109 Leipzig
„Noth, Aerger und Verdruss aller Art“
Richard Wagner und das Leipziger Theater
Vortrag und Gespräch mit Ursula Oehme, Machern
Eintritt frei

Leipzig sollte ihm einmal seinen Ruf begründen, schrieb Richard Wagner am 14. März 1833 selbstbewusst seinem Freund Theodor Apel nach Heidelberg. Doch die Hoffnung des knapp Zwanzigjährigen, mit seiner ersten vollendeten Oper „Die Feen“ in seiner Vaterstadt groß herauszukommen, scheiterte ein Jahr später und ließ ihn die Stadt enttäuscht verlassen. Obwohl frühe Instrumentalkompositionen von Publikum und Kritik freundlich aufgenommen wurden, ist keine seiner Opern in Leipzig uraufgeführt worden. Im Gegenteil, deren über Jahre andauernde Ablehnung am hiesigen Alten Theater (Im Zweiten Weltkrieg zerstört) bereitete Richard Wagner „Noth, Aerger und Verdruss aller Art“. Trotzdem ging der musikalische Revolutionär unbeirrt seinen Weg. Merkwürdigerweise wurden die Opern des „Hochverräters“, der sich ungeachtet seiner Stellung als Hofkapellmeister am Dresdner Maiaufstand 1848/49 beteiligt hatte und nach dessen Scheitern in die Schweiz geflohen war, plötzlich in Leipzig nachgefragt. 1853 wurde „Tannhäuser“, 1854 „Lohengrin“ erstmals in Leipzig gespielt. „Allergewissenloseste Auslassungen und Striche“, unzureichende künstlerische Leistungen und entstellende Aufführungen ließen Richard Wagners generellen Zorn auf „die Lumpen von Theaterdirektoren und Capellmeistern“ in der brieflichen Bitte an seinen Exfreund Heinrich Laube, inzwischen Direktor am 1868 fertiggestellten Neuen Theater am Augustusplatz (im Zweiten Weltkrieg zerstört, Nachfolgebau Oper Leipzig), gipfeln, seine Opern „auf demselben ganz und gar nicht mehr zu geben“. Erst die bravouröse Aufführung der Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“ durch Angelo Neumann 1878, die erste nach der Uraufführung in Bayreuth, führte zur Versöhnung Richard Wagners mit dem Theater seiner Vaterstadt Leipzig.
Ursula Oehme ist Vorstandsmitglied im Richard-Wagner-Verband Leipzig und Mitglied im Förderkreis der Oper Leipzig. Die Kulturwissenschaftlerin forscht und publiziert zu Richard Wagner, seiner Familie und seinem Umfeld.

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Berichte / Beiträge

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    Vortrag und Gespräch mit Harald Otto Vier Tage vor Weihnachten lockte unser Verbandsmitglied Harald Otto trotz regnerisch-stürmischem Wetter eine beträchtliche Anzahl interessierter Zuhörer zu seinem Vortrag „Richard Wagner und das Soziale“ in die Stadtbibliothek Leipzig. Wie schon mit seinem unkonventionellen Buch „Es wagnert in Leipzig“ setzte Harald Otto auch diesmal außergewöhnliche Akzente. Sich beziehend auf…

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    Noch heute ist es vielen Wagner-Freunden etwas rätselhaft, wie der junge Richard mittels sehr bescheidener Unterrichtseinheiten zu seinem grandiosen Stil kommen konnte. Nicht ganz zu Unrecht bezeichnete ihn Thomas Mann als „Dilettant“ im positiven Sinne: Wagner blieb – abgesehen von der einjährigen Unterweisung durch Theodor Weinlig in Leipzig – weitgehend auf das Selbststudium angewiesen. In…

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    Bevor das Jahr 2023 zu Ende geht, möchte ich ein Ereignis schildern, das sich vor 190 Jahren auf der Bühne des Leipziger Theaters zugetragen hat.Wohl allgemein bekannt ist die künstlerische Laufbahn der Schwester von Richard Wagner: Noch Mitglied eines Berliner Theaters, gibt Rosalie am 5. Juni 1827 in dem Schauspiel von Franz Ignaz v. Holbein…

Weitere Termine:

Mo 27.04.2026 – 19 Uhr
Grieg-Begegnungsstätte, Talstraße 10, 04103 Leipzig
Stammtisch Richard Wagner
Bitte melden Sie sich in der Geschäftsstelle an

Mo 01.06.2026 – 19 Uhr
Grieg-Begegnungsstätte, Talstraße 10, 04103 Leipzig
Stammtisch Richard Wagner
Bitte melden Sie sich in der Geschäftsstelle an