Unsere nächsten Termine

Mi 25.03.2026 – 15 Uhr statt 18 Uhr! (der Referent hat abends eine Probe, möchte aber den Vortrag nicht ausfallen lassen)
Alte Nikolaischule Leipzig, Wagner-Aula (2. Stock), Nikolaikirchhof 2, 04109 Leipzig
Oper im Varieté – die Zeit der Leipziger „Dreilindenoper“ (1944-1960)
Vortrag und Gespräch mit Hendrik Reichardt, Leipzig
Musikalischer Auftakt mit einem Querflöten-Trio der Musikschule Leipzig „Johann Sebastian Bach“. Es spielen Anna Schackenberg, Letizia Schickel und Julika Rammler.
Eintritt frei

Als einziges der alten Leipziger Theater überstand das „Varieté Drei Linden“ – die heutige Musikalische Komödie – die im Zweiten Weltkrieg erfolgten alliierten Bombardements auf Leipzig. Zwischen der Zerstörung des alten Leipziger Opernhauses (Neues Theater) am 4. Dezember 1943 und der Eröffnung des neuen Opernhauses am 8. Oktober 1960 musste das Ensemble der Leipziger Oper daher mit diesem Varietétheater im Westen Leipzigs vorliebnehmen. Nach 1945 unter sowjetischer Administration wiedereröffnet, wurde die Spielstätte offiziell „Dreilindenoper“, dann schlicht Opernhaus genannt. Der Vortrag bietet einen Überblick zu einem ganz besonderen Kapitel Leipziger Theatergeschichte, in dem der Ausnahmezustand die Regel war, aber in der Theater für die Leipziger Bevölkerung eine Relevanz hatte, die bis heute staunen lässt.
Hendrik Reichardt ist Musiker im Orchester der Musikalischen Komödie, im
Vorstand der Freunde und Förderer dieses Theaters und Mitglied des Richard-Wagner-Verbandes Leipzig

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Berichte / Beiträge

  • Wagner trifft … Clara Schumann

    Wagner trifft … Clara Schumann

    Ein moderiertes Konzert in Kooperation der Kulturstiftung Leipzig mit dem Ensemble Himmelpfortgrund und dem Richard-Wagner-Verband Leipzig In der prall gefüllten Richard-Wagner-Aula der Alten Nikolaischule, dem einzigen authentischen Wagner-Ort, den seine Geburtsstadt besitzt, waren an diesem Sonntagnachmittag viele bekannte Gesichter zu sehen: die Mitglieder unseres Verbandes.Das merkte auch Prof. Rolf-Dieter Arens an, als er im Namen…

  • Verena Lafferentz-Wagner ist tot. Sie wurde 98 Jahre alt.

    Verena Lafferentz-Wagner ist tot. Sie wurde 98 Jahre alt.

    Mit Bestürzung haben Vorstand und Mitglieder des Richard-Wagner-Verbandes Leipzig zur Kenntnis nehmen müssen, dass mit Verena Lafferentz-Wagner Richard Wagners letzte bis dahin noch lebende Enkelin von uns gegangen ist. Das am 2. Dezember 1920 in Bayreuth geborene vierte Kind von Wagners Sohn Siegfried und dessen Frau Winifred verstarb am 19. April in ihrem Haus am…

  • Von Johann Sebastian zu Siegfried

    Von Johann Sebastian zu Siegfried

    Vortrag und Gespräch mit Dr. Wolfgang Graf, Coburg Ein gehaltvoller Vortrag mit „kontrapunktischen Anmerkungen zu Richard Wagner“. Die Einleitung wie immer zu solchem Anlass, so auch an diesem 17. April 2019: musikalisch. Diesmal ausgeführt von Leonore Kuhn (Oboe), begleitet am Klavier von Noah Weiler, beide die Musikschule Leipzig „Johann Sebastian Bach“ würdig vertretend. Sie brachten…

  • Premiere „Der fliegende Holländer“ an der Oper Leipzig

    Premiere „Der fliegende Holländer“ an der Oper Leipzig

    Am 30. März 2019 hatte im bereits seit Langem ausverkauften Opernhaus der Stadt Leipzig eine Neuproduktion von Richard Wagners „Der fliegende Holländer“ Premiere. Die Erwartungshaltung war groß angesichts dessen, was Michael von zur Mühlen mit dem, was er unter der Inszenierung des Stücks verstand, im Herbst 2008 der Leipziger Oper angetan hatte. Damals war es…

  • Nietzsche–Lesung zur Leipziger Buchmesse 2019

    Nietzsche–Lesung zur Leipziger Buchmesse 2019

    Anlässlich der Leipziger Buchmesse lud der Richard-Wagner-Verband zu einer Veranstaltung ein, die sich schon durch ihr besonderes Ambiente auszeichnete. In der Karl-Heine-Straße empfingen die freundlichen Eigentümer der Wagner-Nietzsche-Villa am 21. März 2019 einen Interessentenkreis zur Lesung mit Ulf Heise, Autor der bereits im Jahr 2000 im Sax-Verlag Beucha erschienenen Monographie „Ei da ist ja auch…

Weitere Termine:

Sa 28.03.2026 – 11 Uhr
Stadtbibliothek Leipzig, Veranstaltungsraum »Huldreich Groß«, 4. OG,
Wilhelm-Leuschner-Platz 10, 04103 Leipzig
Jahreshaupt- und Mitgliederversammlung
Nicht öffentlich, nur für Mitglieder

So 29.03.2026 – 10 Uhr
Oper Leipzig, Augustusplatz 12, 04109 Leipzig
„Richard, was geht?“
Junge Oper Leipzig, Education mit Hausführung
Eintritt: 5 €
Anmeldungen bitte über die Geschäftsstelle des Verbandes unter 0341/30868933 oder per Mail gs@wagner-verband-leipzig.de

Mo 30.03.2026 – 19 Uhr
Grieg-Begegnungsstätte, Talstraße 10, 04103 Leipzig
Stammtisch Richard Wagner
Bitte melden Sie sich in der Geschäftsstelle an

Mi 15.04.2026 – 18 Uhr
Alte Nikolaischule Leipzig, Wagner-Aula (2. Stock), Nikolaikirchhof 2, 04109 Leipzig
„Noth, Aerger und Verdruss aller Art“
Richard Wagner und das Leipziger Theater
Vortrag und Gespräch mit Ursula Oehme, Machern
Eintritt frei

Leipzig sollte ihm einmal seinen Ruf begründen, schrieb Richard Wagner am 14. März 1833 selbstbewusst seinem Freund Theodor Apel nach Heidelberg. Doch die Hoffnung des knapp Zwanzigjährigen, mit seiner ersten vollendeten Oper „Die Feen“ in seiner Vaterstadt groß herauszukommen, scheiterte ein Jahr später und ließ ihn die Stadt enttäuscht verlassen. Obwohl frühe Instrumentalkompositionen von Publikum und Kritik freundlich aufgenommen wurden, ist keine seiner Opern in Leipzig uraufgeführt worden. Im Gegenteil, deren über Jahre andauernde Ablehnung am hiesigen Alten Theater (Im Zweiten Weltkrieg zerstört) bereitete Richard Wagner „Noth, Aerger und Verdruss aller Art“. Trotzdem ging der musikalische Revolutionär unbeirrt seinen Weg. Merkwürdigerweise wurden die Opern des „Hochverräters“, der sich ungeachtet seiner Stellung als Hofkapellmeister am Dresdner Maiaufstand 1848/49 beteiligt hatte und nach dessen Scheitern in die Schweiz geflohen war, plötzlich in Leipzig nachgefragt. 1853 wurde „Tannhäuser“, 1854 „Lohengrin“ erstmals in Leipzig gespielt. „Allergewissenloseste Auslassungen und Striche“, unzureichende künstlerische Leistungen und entstellende Aufführungen ließen Richard Wagners generellen Zorn auf „die Lumpen von Theaterdirektoren und Capellmeistern“ in der brieflichen Bitte an seinen Exfreund Heinrich Laube, inzwischen Direktor am 1868 fertiggestellten Neuen Theater am Augustusplatz (im Zweiten Weltkrieg zerstört, Nachfolgebau Oper Leipzig), gipfeln, seine Opern „auf demselben ganz und gar nicht mehr zu geben“. Erst die bravouröse Aufführung der Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“ durch Angelo Neumann 1878, die erste nach der Uraufführung in Bayreuth, führte zur Versöhnung Richard Wagners mit dem Theater seiner Vaterstadt Leipzig.
Ursula Oehme ist Vorstandsmitglied im Richard-Wagner-Verband Leipzig und Mitglied im Förderkreis der Oper Leipzig. Die Kulturwissenschaftlerin forscht und publiziert zu Richard Wagner, seiner Familie und seinem Umfeld.

Mo 27.04.2026 – 19 Uhr
Grieg-Begegnungsstätte, Talstraße 10, 04103 Leipzig
Stammtisch Richard Wagner
Bitte melden Sie sich in der Geschäftsstelle an

Mo 01.06.2026 – 19 Uhr
Grieg-Begegnungsstätte, Talstraße 10, 04103 Leipzig
Stammtisch Richard Wagner
Bitte melden Sie sich in der Geschäftsstelle an